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Freiwilliges Soziales Jahr: Für das Schuljahr 2026/2027 sind noch Plätze frei — Einstieg jederzeit möglich.Zur Ausschreibung
Montessori Kinderhaus & Schule Kronberg
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Kinderhaus · Pädagogik

Freiheit, die man sich zutrauen kann

Bis zu 50 Kinder ab drei Jahren, sechs Räume, ein Konzept: Jedes Kind entscheidet selbst, wo es arbeitet und woran. Damit das trägt, braucht es klare Strukturen — und Erwachsene, die sich zurücknehmen können.

Ein Magnet als Eintrittskarte

Während der Freiarbeit ist in jedem Raum mindestens eine pädagogische Fachkraft anwesend. Die Kinder wählen frei, wo sie tätig werden. Damit es überall ruhig und konzentriert bleibt, ist die Zahl der Kinder pro Raum begrenzt.

Die Lösung dafür ist bewusst einfach: Jedes Kind hat einen persönlichen Magnetbutton. Vor dem Betreten heftet es ihn an die Magnetleiste am Türrahmen. Ein Blick genügt, um zu sehen, ob noch ein Platz frei ist.

Kein Erwachsener muss verteilen, kein Kind muss fragen. Die Kinder regeln die Raumbelegung selbst — und lernen dabei, Rücksicht zu nehmen und Entscheidungen zu treffen.

Magnetleiste mit den persönlichen Buttons der Kinder

Sechs Räume, sechs Einladungen

Alle Räume folgen dem Prinzip der vorbereiteten Umgebung: Möbel, Material und Ordnung sind auf die Kinder abgestimmt, nicht auf die Erwachsenen.

Montessori-Raum

Sprache, Mathematik, Sinnesmaterial, Übungen des täglichen Lebens und Materialien zur Erkundung der Welt.

Werkraum

Werkzeuge und Techniken erproben, feinmotorisch arbeiten — frei gestalten oder nach Anleitung.

Turnraum

Hengstenberg-Geräte und psychomotorisches Material, in festen Turngruppen mit der Bezugserzieherin.

Puppenecke

Puppenküche mit Sitzgruppe, Kaufladen und Verkleidungskiste — und das Vorlesesofa.

Bauecke

Konstruieren, stapeln, umwerfen und neu denken.

Kinderküche

Hier entsteht das zweite Frühstück, gemeinsam zubereitet an kindgerechter Arbeitshöhe.

Alle Räume in der Galerie ansehen

Was wir fördern

Unsere pädagogischen Ziele im Kinderhaus umfassen fünf Dimensionen — sie greifen ineinander, keine steht für sich.

  • Persönlich

    Eigene Gefühle erkennen, ausdrücken und die der anderen respektieren. Herausforderungen bewältigen, ohne sofort Hilfe zu brauchen.

  • Interaktional

    Achtsam miteinander umgehen, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft übernehmen, Konflikte fair lösen.

  • Kulturell

    Vielfalt von Kulturen und die Schönheit der Natur wahrnehmen — durch Ausflüge, Projekte und das Erleben der Jahreszeiten.

  • Wissen

    Spielerisch ein Verständnis für Mathematik und Sprache aufbauen: Zahlen, Formen, Mengen, Sprachmuster und Rhythmus.

  • Partizipatorisch

    Demokratie erlebbar machen: Die Kinder erfahren, dass ihre Stimme zählt, und werden in Entscheidungs- und Beschwerdeverfahren einbezogen.

Drei Jahre, drei Gestalten

Kinder entwickeln sich nicht gleichmäßig, aber in erkennbaren Phasen. Diese drei prägen die Kinderhauszeit.

1. Kinderhausjahr

Spielen und nacheifern

Viel Zeit in der Bau- und Puppenecke. Von den Montessori-Materialien sprechen vor allem die Sinnesmaterialien an — begreifen im Wortsinn.

2. Kinderhausjahr

Die abstrakte Welt entdecken

Buchstaben und Zahlen werden interessant, dazu kosmische Themen wie Landkarten und Jahreszeiten. Motorische und soziale Fähigkeiten wachsen mit.

3. Kinderhausjahr

Ein Schulkind werden

Personale, soziale und kognitive Kompetenzen werden ausgebaut. Die Kinder treten zunehmend selbstbewusst auch in ungewohnten Situationen auf.

Die Rolle der Erwachsenen

Die Rolle einer Montessori-Pädagogin ist zweigeteilt: auf die Kinder zugehen und sich zurücknehmen. Anreize geben, Material einführen, beobachten — und dann Raum lassen.

Alle unsere Erzieherinnen sind ausgebildete Fachkräfte und haben zusätzlich das Montessori-Diplom. Berufsbegleitend kommen Qualifikationen wie Psychomotorik und die Hengstenberg-Methode hinzu; die Fortbildungen sind im Rahmen des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans anerkannt.

Ein Tag im Kinderhaus

7:30–8:30
Bringzeit — in Ruhe ankommen
8:30–10:30
Freiarbeit, das Herzstück des Vormittags: Die Kinder entscheiden selbst, womit, wo, mit wem und wie lange sie arbeiten
10:45–11:15
Morgenkreis in festen Gruppen — Lieder, Geschichten, Gesprächsrunden, Geburtstage
ab 11:15
Gartenzeit mit Kräuter- und Blumenbeeten — montags stattdessen Waldtag im nahegelegenen Wald
12:30–14:00
Frisches Bio-Mittagessen, danach halbstündige Ruhezeit mit Vorlesegeschichten
14:00–16:30
Freispielzeit im Garten oder im Haus