Spielen und nacheifern
Viel Zeit in der Bau- und Puppenecke. Von den Montessori-Materialien sprechen vor allem die Sinnesmaterialien an — begreifen im Wortsinn.
Bis zu 50 Kinder ab drei Jahren, sechs Räume, ein Konzept: Jedes Kind entscheidet selbst, wo es arbeitet und woran. Damit das trägt, braucht es klare Strukturen — und Erwachsene, die sich zurücknehmen können.
Während der Freiarbeit ist in jedem Raum mindestens eine pädagogische Fachkraft anwesend. Die Kinder wählen frei, wo sie tätig werden. Damit es überall ruhig und konzentriert bleibt, ist die Zahl der Kinder pro Raum begrenzt.
Die Lösung dafür ist bewusst einfach: Jedes Kind hat einen persönlichen Magnetbutton. Vor dem Betreten heftet es ihn an die Magnetleiste am Türrahmen. Ein Blick genügt, um zu sehen, ob noch ein Platz frei ist.
Kein Erwachsener muss verteilen, kein Kind muss fragen. Die Kinder regeln die Raumbelegung selbst — und lernen dabei, Rücksicht zu nehmen und Entscheidungen zu treffen.

Alle Räume folgen dem Prinzip der vorbereiteten Umgebung: Möbel, Material und Ordnung sind auf die Kinder abgestimmt, nicht auf die Erwachsenen.
Sprache, Mathematik, Sinnesmaterial, Übungen des täglichen Lebens und Materialien zur Erkundung der Welt.
Werkzeuge und Techniken erproben, feinmotorisch arbeiten — frei gestalten oder nach Anleitung.
Hengstenberg-Geräte und psychomotorisches Material, in festen Turngruppen mit der Bezugserzieherin.
Puppenküche mit Sitzgruppe, Kaufladen und Verkleidungskiste — und das Vorlesesofa.
Konstruieren, stapeln, umwerfen und neu denken.
Hier entsteht das zweite Frühstück, gemeinsam zubereitet an kindgerechter Arbeitshöhe.
Unsere pädagogischen Ziele im Kinderhaus umfassen fünf Dimensionen — sie greifen ineinander, keine steht für sich.
Eigene Gefühle erkennen, ausdrücken und die der anderen respektieren. Herausforderungen bewältigen, ohne sofort Hilfe zu brauchen.
Achtsam miteinander umgehen, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft übernehmen, Konflikte fair lösen.
Vielfalt von Kulturen und die Schönheit der Natur wahrnehmen — durch Ausflüge, Projekte und das Erleben der Jahreszeiten.
Spielerisch ein Verständnis für Mathematik und Sprache aufbauen: Zahlen, Formen, Mengen, Sprachmuster und Rhythmus.
Demokratie erlebbar machen: Die Kinder erfahren, dass ihre Stimme zählt, und werden in Entscheidungs- und Beschwerdeverfahren einbezogen.
Kinder entwickeln sich nicht gleichmäßig, aber in erkennbaren Phasen. Diese drei prägen die Kinderhauszeit.
Viel Zeit in der Bau- und Puppenecke. Von den Montessori-Materialien sprechen vor allem die Sinnesmaterialien an — begreifen im Wortsinn.
Buchstaben und Zahlen werden interessant, dazu kosmische Themen wie Landkarten und Jahreszeiten. Motorische und soziale Fähigkeiten wachsen mit.
Personale, soziale und kognitive Kompetenzen werden ausgebaut. Die Kinder treten zunehmend selbstbewusst auch in ungewohnten Situationen auf.
Die Rolle einer Montessori-Pädagogin ist zweigeteilt: auf die Kinder zugehen und sich zurücknehmen. Anreize geben, Material einführen, beobachten — und dann Raum lassen.
Alle unsere Erzieherinnen sind ausgebildete Fachkräfte und haben zusätzlich das Montessori-Diplom. Berufsbegleitend kommen Qualifikationen wie Psychomotorik und die Hengstenberg-Methode hinzu; die Fortbildungen sind im Rahmen des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans anerkannt.