Konzept

Grundlage der Montessori-Pädagogik ist die Erkenntnis der kindlichen Eigenaktivität. Die Kinder lernen selbstständig nach einem inneren Bauplan und mit Hilfe von zahlreichen didaktischen Materialen, die von der italienischen Ärztin und Pädagogin Dr. Maria Montessori entwickelt wurden. Über die Beschäftigung mit diesem Material be-„greifen“ die Kinder Schritt für Schritt die abstrakte Welt der Erwachsenen.

Das Zwei-Säulen-Prinzip

Der tägliche Unterricht setzt sich aus vier Schulstunden Freiarbeitszeit und anschließendem Ergänzungsunterricht zusammen.

Säule 1: die Freiarbeit

Während der Freiarbeitszeit arbeiten die Kinder in jahrgangsübergreifenden Klassen zusammen. 5 bis 11jährige beschäftigen sich gemeinsam und lernen soziale Verhaltensweisen: Sie helfen sich gegenseitig und übernehmen Verantwortung.

In dieser Zeit stehen den Kindern die Montessori-Materialien und zusätzliche didaktische Hilfsmittel zur Verfügung. Die Kinder bestimmen weitgehend selbst

  • was sie arbeiten wollen,
  • mit wem sie arbeiten wollen und
  • wie lange sie sich mit einer Sache beschäftigen wollen.

Die Schüler werden nicht allein in dieser Zeit gelassen, sondern erfahren Hilfe und Zuwendung durch den Lehrer. Der Lehrer hat darüber hinaus die Aufgabe, die Umgebung für das Kind vorzubereiten: In dieser speziellen Umgebung kann das Kind ganz nach seinen individuellen Bedürfnissen entscheiden, mit welchen Tätigkeiten es sich in der Freiarbeit beschäftigt. Das Kind wird also dort abgeholt, wo es sich intellektuell gerade befindet – ganz ohne dabei über- oder unterfordert zu werden.

Säule 2: der Ergänzungsunterricht

Während des Ergänzungsunterrichts werden die Schüler in ihren Jahrgangsklassen unterrichtet. Genau wie in der Regelschule erarbeiten die Kinder gemeinsam ein Thema und werden so an das herkömmliche Schulsystem herangeführt. In dieser Zeit werden die Schüler in Englisch (bereits ab dem 1. Schuljahr), Musik, Kunst, Religion, Sport, sowie vertiefend in Deutsch und Mathematik unterrichtet.

Der Ergänzungsunterricht beginnt täglich um 11:20 Uhr und endet in der Regel für die Schüler des 1. und 2. Schuljahrs um 12:30 Uhr und für die des 3. und 4. Schuljahr um 13:15 Uhr.

Lernkontrollen und Zeugnisse

Die Schüler bekommen Hausaufgaben in Form eines Wochenplans und schreiben in angemessenen Abständen Lernerfolgskontrollen. Durch regelmäßige Entwicklungsgespräche und sehr detaillierte Zeugnisse werden Eltern über den Entwicklungsstand ihres Kindes auf dem Laufenden gehalten.