„Lernen auf Distanz“: Wir nehmen mit neuem Konzept den Unterricht wieder auf

„Lernen auf Distanz“: Wir nehmen mit neuem Konzept den Unterricht wieder auf

Wir haben die Osterferien genutzt, um ein Konzept für das „Lernen auf Distanz“ zu entwickeln und eine geeignete Kommunikationsplattform einzuführen.

Unser Konzept beruht auf vier Säulen: Lernpläne, die das häusliche Lernen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik, Sachkunde und Englisch Tag für Tag genau strukturieren; Videokonferenzen und Videosprechstunden, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, zu festgelegten Zeiten im Kleingruppen oder „eins zu eins“ mit ihrer Lehrerin synchron zu kommunizieren; sowie Lernvideos, die asynchron verfügbar sind und mit denen die Lehrerinnen in neue Lerninhalte einführen. Das in die Lernplattform integrierte Chat-Werkzeug erleichtert darüber hinaus den formellen wie informellen Austausch aller Mitglieder der Schulgemeinschaft untereinander.

Die eigentliche Herausforderung bestand darin, ein Konzept zu entwickeln, dass den Bedürfnissen der Grundschüler und ihrer Eltern gerecht wird. Denn das Dilemma, dass Schüler in Grundschulen stärker als die in weiterführenden Schulen beim Lernen begleitet werden müssen; ihre Eltern aber keine Lehrer sind, sondern ihren eigenen Home Office-Alltag zu bewältigen haben; und nicht vorausgesetzt werden kann, dass Kinder dieser Altersstufe jederzeit Zugriff auf Endgeräte haben – diesen Widerspruch können wir nicht vollends auflösen. Insofern ist das Konzept auch als Kompromiss zu verstehen – und als „work in progress“.

Zunächst jedoch wurde das Konzept von den Eltern hervorragend angenommen: Am letzten Freitag in den Osterferien holten sie zwischen 10 und 15 Uhr ein umfangreiches Paket in der Schule ab, das außer dem Lernplan und den Lernmaterialien für die erste Schulwoche eine schriftliche Ausarbeitung des „Lernen auf Distanz“-Konzepts sowie alle rechtlich, technisch und organisatorisch erforderlichen Unterlagen für die Anmeldung an der Kommunikationsplattform enthielt. Das Wochenende nutzen sie, um sich mit dem neuen Konzept und der neuen Technik vertraut zu machen. Am Montag nach den Osterferien nahm tatsächlich die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler an der ersten Videokonferenzrunde teil.

Über diese Erfolge freuen wir uns um so mehr, als die nächste Herausforderung – die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht sowie ggf. eine Verzahnung von Präsenz- und Distanzunterricht – ja schon vor der Tür steht …

Foto: Edna Wollenweber

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